Und warum?

Nur für den Kick für den Augenblick?

Ich hab‘ die Überschrift vor Augen und mir brüllt aus dem hintersten Winkel der linken Gehirnhälfte der erste Satz entgegen. Ich bin plötzlich wieder 14, im Radio läuft dieses merkwürdige Lied von Tic Tac Toe, in der Küche macht meine Mutter Kakao und ich denke mir, wie Recht die haben. Ich frage mich, was wir hier eigentlich machen. Und warum. Was das alles soll und warum es nicht mit einem großen Knall einfach aufhören kann.

Vielleicht ist das Schwierigste am Denken die Frage nach dem Sinn.

Jetzt, 16 Jahre später, einige Erfahrungen reicher und mit deutlich mehr Fältchen sitze ich hier zwischen Umzugskartons, Müllsäcken und Chaos, koche dem Kekskind Kakao und frage mich, wann ich es eigentlich gelernt habe, meine innere Stimme auf „mute“ zu stellen. Denn die Frage nach dem Sinn ist nicht wirklich weg. Man hat nur irgendwann begriffen, dass man sie nicht mehr stellen sollte. Kind, Mann, Job… so viel Sinn, der aus jeder Pore fließt. Freunde, Ziele, Selbstverwirklichung. Glück, Träume, Zukunft, das bisschen Unsinn. So viel Sinn überall, den muss man doch sehen!

Und dann darf es nur nicht dunkel werden draußen. Oder ruhig innendrin. Denn all das ist Aufgabe. Und Erfüllung. Und macht Spaß. Aber es ergibt noch immer keinen Sinn.

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