Man probiert so vieles aus.

Scheitel links, Scheitel rechts, Balsamico zu Erdbeerspargel, das frische Sommergrün für den Flur, Bratwurstgrillen im Winter, ui, das Pünktchen-Top zum neuen Gefühl. Nachts durch den Tunnel, singend gegen diese dumpfe Angst.

Man probiert einfach so ein bisschen herum und lernt ein bisschen dazu. Kann man ja vielleicht noch mal gebrauchen, vielleicht wenigstens als kunterbuntes Partywissen oder zum Weitergeben an die Kinder der Meerschweinchen, wer weiß das schon.

Try and error.

Die Zeit läuft gar nicht schneller, wenn man sie schüttelt und Wäsche wird nicht sauber, wenn man die Waschmaschine nicht anschaltet. Sie stinkt dann nur etwas mehr. Muss man ja alles mal ausprobiert haben. Kann man ja schließlich alles mal machen.

Und dann sitzt man da. Abends. So herum. Mit sich. Und seinem Herzen, einem Kaltgetränk und ein paar halbgaren Erfahrungen. Die Sterne purzeln bunt durcheinander und das kommt vielleicht davon, dass es schon das zweite Kaltgetränk ist, oder das dritte, aber junge Erfahrungen müssen ja auch schwimmen lernen, das weiß ja jeder.

Und dann klopft’s von irgendwoher, vielleicht von links, und einer guckt um die Ecke und sagt „Du machst, dass ich wieder fühle, dass ich lebe.“ Und dann … passiert etwas. Dann fällt nämlich  das Kaltgetränk um (Schon wieder!) und das klingt in etwa wie ein „Klonnggggg“ und wiederholt sich, nachdem anschließend der Unterkiefer auf die Balkonbodenfließen knallt.

Und dann… dann wird es ganz still.

Es ist nämlich folgendermaßen: Mit dem Leben und den Menschen verhält es sich wie mit Biermixgetränken.  Man muss gar nicht alles ausprobiert haben. Wirklich nicht. Man kann sich auch einfach mal zurücklehnen und wissen, dass es richtig ist.

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