Ready, steady, Mondrakete.

Worte wie festgedübelt.

Gedanken losgebunden.

Ins Raumschiff steigen, Frisur überprüfen, anschnallen. Hoffnung und Angst, bruchsicher verpackt zwischen Seidenpapier und wohlmeinenden Ratschlägen, auf dem Kopilotensitz deponiert.

Blinkende Kontrollleuchten ignorierend auf den Knopf drücken, dessen Töne am vielversprechendsten “Bald!” piepsen.

Tief durchatmen, winken, schief lächeln.

 

Ready… steady… looping!


Loop

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Glitzerblasenblubbermaschine.

Meinen Gedanken ist etwas blümerant heute. Bist du da?

Eigentlich bin ich immer da.

Ich kann dich nicht immer hören.

Musst du auch gar nicht.

Weißt du, manchmal glaube ich, ich denke einfach zuoftzuvielvielzulaut…

Du hörst dir nur zu wenig zu.

Könntest du meine Hand halten?

Drück, so feste es weh tut.

Es tut ja gar nicht weh, es ist nur…

Drück trotzdem!

…!

AAUUUUU!

Du… vielleicht halten wir ja eigentlich Herzen, keine Hände…

Och, das ist jetzt aber schon ziemlich kitschig, findest du nicht? Vielleicht halten wir gar nichts. Nur uns selbst aneinander fest.

Das ist wenig, oder?

Das ist viel mehr, als man erwarten kann.

 

 

(Zwischen Derhatgesagt und Diehatgesagt, Ichfindeja und Machdochmaleinfoto funkelblinkt eine Glitzerblasenblubbermaschine vor sich hin und spuckt winzige Dinge aus. Dinge, die ein wenig von dem enthalten, was wir sind.)

 

Wir sind.

Ich mache die Türen weit auf und stelle das Herz auf Durchzug.

Wir hadern, zögern, trödeln und verlieren uns. Im Gestern und der Hoffnung auf dieses sagenumwobene Morgen.

“Du Kekskopf!“ sagst du und blinzelst gegen den Wind an.
Ich zieh dir die grobgestrickte Mütze tiefer ins Gesicht und lehne meine Stirn an deine. “Es wird vielleicht ein bisschen kalt…“

Wir hören knackende Schallplatten, auf denen rauchige Stimmen die Liebe besingen und den Weg, den sie nimmt, wenn sie geht.
Frierende, rote Fingerspitzen fahren das fragile Eisblumenmuster am Fenster nach und unser Atem haucht milchige Kreise aufs Glas.

“Wie malt man eigentlich Heckenrosen?“ fragst du und ich sage “Mit der Nasenspitze…“.

Wir mustern uns mit kichernden Blicken aus müden Augen und ziehen lachend die Nasen kraus.

Wir sind.