Hör’ nicht auf.

Solange ich atme, wünsche ich mir, dass wir nicht aufhören.

Nicht aufhören zu träumen. Für das zu kämpfen, was uns am Herzen liegt. Zu wollen und zu hoffen. Die Schmetterlinge im Bauch zu füttern. Uns zu sorgen und da zu sein. Ich wünsche mir, dass wir nicht aufhören, zuzuhören und zu helfen. Die Sternschnuppen am Himmel auch hinter den dunklen Wolken zu erahnen und im Sommer Blumenkränze zu flechten.  Dass wir nicht aufhören, Scherben zu Mosaiken zu kleben und aus Treibgut Häuser zu bauen. Gestrandeten ein Bett zu machen und Kakao zu kochen für die, die in der Nacht durch Regenpfützen stapfen.

Ich wünsche mir, dass wir nicht aufhören, einen Grund zum Lachen zu finden und die Türen unserer Herzen aufzulassen. Auch, wenn wir sie manchmal zumauern möchten. Ich wünsche mir, dass wir das nicht tun. Niemals. Dass wir immer etwas finden, an das wir glauben können. Dass wir nicht aufhören zu rennen und uns zwischendurch auf Wiesen liegend auszuruhen.

Ich wünsche mir, dass wir nicht aufhören, hinter Fassaden zu schauen und bunte Bilder zu malen, wo graue Suppe von den Wänden tropft. Schokostreusel über gebrochene Herzen zu streuen und unser tränenverlaufenes Make-up mit Zuckerwatte wegzuwischen. Dass wir nicht aufhören, uns aneinander festzuhalten und loslassen zu können. Dass wir nicht aufhören, uns über Glück zu freuen, auch wenn es uns selbst gerade den Rücken zudreht.

Ich wünsche mir, dass wir nicht aufhören, das Leben liebenswert zu machen. Und umgekehrt.

Hoernichtauf
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