Nach dem Regen

Ich kann gar nicht so viele Fotos machen, wie ich gerne möchte. Ich kann auch nicht so viele Bücher lesen, so viele Filme schauen und so viele Lieder hören. Und ich kann erst recht nicht so viele Gedanken in Worte fassen, wie ich denke.

Es gibt Momente, in denen sich das Leben strudelig anfühlt und in denen man nur noch den dringenden Wunsch verspürt, sich an sich selbst festzuhalten. Einmal kurz aussteigen und sich die Welt von oben anschauen. Abheben, um sich zu erden. Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, glaube ich.

Ich möchte mir eine kleine Rakete bauen – eine graue, mit rosa Polka-Dots und Gardinen vor den Fenstern. Ich möchte nur ein einziges Buch mitnehmen und nur ein einziges Album und nichts außer einen Abend und eine Nacht Zeit.

Ich möchte Pudding essen und von oben zuschauen, wie die Stadt die Lichter ausmacht. Wie die Menschen, die ich so sehr liebe, schlafen und wundersüße Träume träumen, sich manchmal umdrehen und wieder zudecken.

Ich bin nicht auf der Suche nach irgendetwas und ich möchte auch gar nichts finden.

Ich möchte mich nur ausruhen.

Und ich weiß nicht einmal, wovon.

 

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